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Teurer Spaß in England: Handy am Steuer

07.03.07 | 14:40 Uhr

Während Autofahrer in Deutschland relativ milde Strafen für den Handygebrauch am Steuer bekommen, zahlen Engländer seit kurzem bis zu 1.500 Euro pro Vergehen. Außerdem kassieren sie drei Punkte in der Verkehrssünderkartei. Das Komplettverbot scheint nahe.

Die neue Regelung in England könnte Signalwirkung haben. Seit langem diskutieren Wissenschaftler über die Auswirkungen des Handygebrauchs am Steuer - und kommen mittlerweile zu dem Schluss, dass er ähnlich gefährlich ist wie Alkoholkonsum. Viele fordern daher ein Komplettverbot - auch das Telefonieren via Freisprecheinrichtung wäre damit verboten. Schon heute wird man in England bestraft, wenn ein solches Telefonat offensichtlich zu sehr vom Straßenverkehr ablenkt.

Nach dem vierten Mal ist der Führerschein weg

Während man in Deutschland für die Nutzung des Handys bei laufendem Motor ohne Freisprecheinrichtung 40 Euro zahlt und einen Punkt in Flensburg kassiert, zahlen Engländer mindestens 60 Pfund (90 Euro). In besonders schweren Fällen kann das Bußgeld auf bis zu 1.500 Euro steigen. Außerdem sammeln die Verkehrssünder fleißig Punkte: Für jedes Vergehen werden drei Punkte fällig, ab zwölf Punkten wird in England der Führerschein eingezogen. Während man sich in Deutschland also 18 Mal mit dem Handy am Steuer erwischen lassen muss, verliert man in England bereits beim vierten Mal seine Fahrerlaubnis.

Polizei hat umfangreiche Kontroll-Erlaubnis

Im Rahmen der neuen Regelungen haben auch die Polizisten verschärfte Kontrollmöglichkeiten zugesprochen bekommen. Bisher durften sie bei schweren Unfällen mit Erlaubnis eines Vorgesetzten die Handys der Beteiligten untersuchen. Seit Ende Februar dürfen Verkehrspolizisten selbst bei Bagatellschäden eigenmächtig überprüfen, ob die Fahrer zum Unfallzeitpunkt etwa durch das Lesen einer SMS abgelenkt waren.

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