Kein Notruf mehr ohne gültige SIM-Karte?

26.05.2009 | 11:09 Uhr

Bisher kann man jederzeit mit dem Handy den Notruf anwählen - auch ohne gültige SIM-Karte. Leider missbrauchen Scherz-Anrufer diese Funktion immer wieder und können ohne SIM-Karte nicht identifiziert werden. Greift die Bundesnetzagentur nun ein?

In Zukunft soll man nur noch mit einer gültigen SIM-Karte einen Notruf tätigen können. Der Bundesrat will den sogenannten "SIM-Less"-Notruf verbieten und technisch unmöglich machen. Bisher kann man in einer Notsituation auch ohne SIM-Karte, nur mit Handy und erreichbarem Netz den 112-Notruf wählen. Auch mit einer Prepaid-Karte ohne Guthaben und mit defekter oder gesperrter SIM-Karte ist das Wählen der Notruf-Nummer zur Zeit möglich.

Notruf-Missbrauch durch Scherz-Anrufer

Leider wurde dieser Dienst durch Scherz-Anrufer zu sehr ausgenutzt, was die Innenminister der Bundesländer zu einer Initiative gegen diese Regelung veranlasst. In Zukunft soll man genau zurückverfolgen können, wer den Notruf getätigt hat. Deshalb soll mit jedem Notruf auch eine Rufnummer übermittelt werden, anhand derer der Anrufer identifiziert wird. Dies gilt auch für die Nutzer, die ihre Rufnummer-Übermittlung ausgestellt haben.

Neue Referenznummer identifiziert jeden Anrufer

Allerdings sollen auch weiterhin Leute mit einer Prepaid-Karte ohne Guthaben oder jene, die im eigenen Netz keinen Empfang haben, einen Notruf absetzen können. In diesem Fall soll das Handy eine Referenznummer an die entsprechende Leitstelle vermitteln, die den Anrufer identifiziert - so ein Vorschlag der Bundesnetzagentur. Auch die Übermittlung der IMEI wäre eine denkbare Lösung. Bis zum 15. Juni haben Hersteller, Betreiber der Notrufabfragestellen und Verbände Zeit, zu diesem Thema Stellung zu nehmen. (am)

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