Mobilfunk News
Indien: 25 Millionen Handykunden gesperrt
Seit dem 1. Dezember blockieren indische Mobilfunkbetreiber alle Handys mit ungültiger IMEI-Nummer. Betroffen sind mindestens 25 Millionen Kunden, darunter auch 1,5 Millionen Vodafone-Kunden. Schuld ist ein neues Gesetz, das die nationale Sicherheit schützen soll.
Chaos in einem der größten Mobilfunk-Wachstumsmärkte: Zum 1. Dezember ist ein Gesetz des indischen Department of Telecommunications in Kraft getreten, das vorsieht, alle Handys mit ungültiger IMEI-Nummer zu blockieren - laut "Times of India" sind das mindestens 25 Millionen Stück.
Gemeinsame Nummern bei Billig-Handys
Viele Billig-Handys aus chinesischer Produktion besitzen keine einmalige IMEI-Nummer, sondern nutzen eine "Gemeinschaftsnummer". Dadurch kann man sie nicht eindeutig identifizieren und bei einem Diebstahl nicht sperren. Hinzu kommen Bedenken der Sicherheitsbehörden - Anrufe lassen sich nicht eindeutig zurückverfolgen. Zum Schutz der nationalen Sicherheit verabschiedete Indien deshalb bereits im Oktober 2008 das Gesetz, das nun zur Sperrung der betroffenen Handys führte.
1600 Stationen zur Umprogrammierung
Die Blockade sorgte in den letzten Tagen für chaotische Mobilfunk-Verhältnisse in Indien. Betroffene Kunden haben zwei Möglichkeiten: Sie können sich ein neues Handy zulegen oder in ihr altes Handy eine neue IMEI-Nummer programmieren lassen. Für letztere Möglichkeit stehen nun insgesamt 1600 Service-Stationen bereit. (aw)
Diskutiert diese News im Forum
