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EU: Preisobergrenze beim Datenroaming

05.03.10 | 10:21 Uhr

Ab Juli deckelt die EU die Preise für die mobile Internetnutzung im Ausland. Ab 50 Euro müssen die Anbieter die Verbindung kappen. So soll der Schock bei der nächsten Handyrechnung vermieden werden.

Am Strand mal eben die E-Mails checken oder die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung googeln - im Ausland kann der Ausflug ins mobile Internet teuer werden. Zumindest innerhalb der EU sollen die Handynutzer ab dem 1. Juli vor einer Überraschung bei der nächsten Rechnung bewahrt werden: Ab 50 Euro Kosten für den Datentransfer wird der Nutzer offline geschaltet.

Obergrenze lässt sich verändern

Bereits ab diesem Monat haben alle Handynutzer die Möglichkeit, bei ihrem Anbieter selbst eine Obergrenze festzulegen. Standardmäßig sind ab dem 1. Juli die 50 Euro eingestellt, wer mag kann die Grenze aber sowohl nach oben als auch nach unten verschieben. Wer bei 80 Prozent des gewählten Betrags angelangt, erhält zunächst eine Warnung. Beim vollen Betrag müssen die Anbieter dann die Verbindung kappen.

Preis pro MB soll sinken

Anders als bei Telefonaten hat die EU allerdings keine Preisobergrenzen für übertragene Dateneinheiten festgelegt. Sie will lediglich dafür sorgen, dass die Netzbetreiber untereinander maximal 1 Euro pro MB zahlen und dass dieser Preis in den kommenden Jahren weiter sinkt. Die Hoffnung ist, dass die Anbieter die Einsparungen an ihre Kunden weitergeben. Wer im Ausland mit dem Handy oder Laptop mobil ins Internet gehen möchte, informiert sich im Idealfall bereits vor der Abreise, was der eigene Anbieter für die Datenübertragung berechnet - insbesondere außerhalb der EU. (aw)

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