o2: Mögliche Kündigung für "unangemessene Nutzung"?

19.11.2010 | 14:16 Uhr

Der o2-o-Tarif wird mit einem Kostenairbag beworben, welcher ab 50 Euro Mobilfunk-Rechnung den Tarif zur Flatrate werden lässt. Kunden des o2-o-Tarifs droht jetzt die Kündigung, sobald in einem Monat mehr als 900 Minuten telefoniert und mehr als 500 SMS verschickt werden. Das sagt zumindest ein im Internet veröffentlichtes, o2-internes Dokument - und sorgt damit verständlicherweise für empörte Kunden.

Logo o2

Die Werbung von o2 ist eindeutig: Übersteigen die monatlichen Handy-Kosten 50 Euro wird es nicht mehr teurer. Der sogenannte "Kostenairbag" schützt vor horrenden Handy-Rechnungen. Doch mit Veröffentlichung des o2-Dokuments könnte Vieltelefonierern jetzt einfach gekündigt werden.

Kündigung für "unangemessene Nutzung"

Der Richtwert für unangemessene Nutzung beim Tarif o2 o sind mehr als 900 Minuten und mehr als 500 SMS pro Monat. Jeder, der sein Handy beruflich nutzt oder getrennt von Freundin, Frau und Familie lebt, weiss, dass diese Zahlen in einem Monat leicht überschritten werden können. o2 orientiert sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben am "Profil für Normaltelefonierer" der Stiftung Warentest. Diese hat im Jahre 2009 ermittelt, dass der Durchschnittsnutzer 90 Minuten im Monat telefoniert und rund 50 SMS verschickt. o2 hat die Zahlen verzehnfacht und als Höchstgrenze festgesetzt - und damit vielen Kunden Angst vor der Kündigung beschert.

o2 gibt Entwarnung

o2 hat in einer Stellungnahme zum Thema bekannt gegeben, dass bisher kein einziger Kunde wegen übertriebenem Telefonierens gekündigt worden sei. Man habe das auch nicht vor und zeige sich kulant. Was viele Kunden verärgert ist, dass man zu dem Thema keine Angaben auf der Homepage, in den AGB oder sonstwo finden kann. Man wird also bei Vertragsabschluss völlig im Dunkeln darüber gelassen, dass es ein außerordentliches Kündigungsrecht für o2 bei unangemessener Nutzung gibt. Das gilt vor allem in Anbetracht der Werbung, die anderes suggeriert - den Kostenairbag mit Flatrate. Andere Mobilfunk-Anbieter setzen ganz andere Zahlen fest, die sich nicht an der Stiftung Warentest orientieren. 1&1 legt beispielsweise bei seiner AllNet-Flat 15000 Minuten als Obergrenze fest, Vodafone ebenfalls. (bs)

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