Mit dem Handy auf dem Mount Everest: Telefonieren am höchsten Punkt der Erde

24.02.2011 | 13:10 Uhr

Seit Ende des letzten Jahres ist es offiziell möglich - auf dem Mount Everest kann telefoniert werden. Möglich macht das eine 3G-Basistation auf ca. 5200 Metern Höhe.

Mount Everest

Wollten Bergsteiger auf dem Mount Everest - oder jedem anderen Berg - telefonieren, mussten sie ein Satelliten-Telefon dabei haben. Ausserdem musste ein Satellit in Reichweite sein. Das ist auf dem Mount Everest jetzt anders.

3G-Versorgung auf dem Gipfel

Die Telekommunikationsfirma Ncell hat in der Höhe von 5200 Metern eine Sende-Empfangszelle für den 3G-Mobilfunkstandard errichtet. 3G bedeutet "Dritte Generation" des Mobilfunks und meint damit die UMTS-Technologie, mit der die meisten Handynutzer heutzutage mobil ins Internet gehen. Die Zelle ist stark genug, um bis auf dem Gipfel in 8848 Metern Höhe respektablen Handy-Empfang zu liefern. Auch der Zugang ins Internet ist damit möglich - ein Facebook-Statusupdate von einem Gipfelstürmer gab es bisher aber noch nicht.

Die Nachteile

Kritiker sehen in der Errichtung der Sendestation verschiedene Nachteile: Viele Bergsteiger sehen es zunächst als ethisches Problem, dass es einfach Gebiete auf der Welt geben muss, in denen der Mensch aus Respekt vor der Natur keine technischen Merkmale errichtet. Es wird weiterhin befürchtet, dass dadurch der Respekt vor der Gefährlichkeit des Bergsteigens sinkt. Anfänger könnten glauben, dass man im Notfall einfach und schnell Hilfe rufen kann. Dadurch könnten viele Amateur-Bergsteiger leichtsinnig werden und die notwendige Planung einer Besteigung zu kurz kommen.

Die Vorteile

Für die Angehörigen von Bergsteigern ergeben sich aus der Erreichbarkeit einige Vorteile. Zum einen ist der Aufstieg zum Gipfel ein langwieriger Prozess, der sich durch schlechtes Wetter auch stark verzögern kann. Manche Touren zum Gipfel können Monate dauern, in der die Angehörigen der Bergsteiger nur minimale Kommunikation mit dem Basislager halten können. Das könnte sich durch die neue Sendestation ändern. Ausserdem besteht die Möglichkeit für die Bergsteiger, im Notfall wichtige Informationen zu übermitteln und so vielleicht den einen oder anderen Todesfall verhindern zu können. (bs)

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