Zu Besuch bei Nokia: Neben 700 und 701 noch andere Überraschungen

30.08.2011 | 14:12 Uhr

Nokia hat in der vergangenen Zeit für viele Schlagzeilen gesorgt, die zumeist negativ waren. Mein letzter Bericht beschrieb die noch immer fragwürdige neue Namensgebung. Nun lud man uns vergangene Woche zu einem interessanten Event ein. Unter anderem durften wir einen Blick auf die gerade vorgestellten Neulinge 700 und 701 werfen.

Nokia Event 2011

Wie wir an euren Kommentaren erkennen und auch von vielen anderen Seiten hören, wird der Ruf von Nokia Tag für Tag schlechter. Das liegt natürlich nicht zuletzt an dem Betriebssystem-WirrWarr zwischen Symbian, Meego und Windows Phone 7. Zur Begrüßung wurden uns und einigen anderen sehr netten Journalisten neben einem Frühstücksbuffet ein paar grundsätzliche Infos zu Nokia gegeben.

Nokia - der global Player

Es wurde viel Wert auf neue und aufsteigende Märkte gelegt, wie zum Beispiel Indien. Dort ist Nokia sehr engagiert und führe die Entwicklung dort stark voran. Lange ließ sich die Unterhaltung in der relativ kleinen Runde aber nicht von dem Thema "Warum Windows Phone 7?" fernhalten. Nokia sieht in Microsoft einen sehr starken Partner, der viele Erfahrungen mit bringt und natürlich auch selbst viel von Nokia mitnehmen kann. Die Schwächen von Windows Phone 7 wurden mit einem "Das erste iPhone war auch nicht perfekt" abgeschmettert. Einfache Antwort: Richtig, aber das war 2007!

Symbian kann Scratchen

Schon fast niedlig war die Begeisterung des Nokia-Teams von einer Symbian-App. Frisch entwickelt und auch wirklich nett kann man mit "ScratchOn" Musik zusammenmischen, scratchen und diese dann sogar aufnehmen. Android und iOS ... ihr wisst schon, die können das schon seit vorletzter Woche.

Hardware: Das Nokia N9 ist ein sehr feines Stück Technik

Zu unser aller Freude durften wir mit dem Nokia N9 rumspielen. Dünn, hübsch, schnell, elegant: All das passt auf jeden Fall zum N9. Auch das Betriebssystem, in diesem Fall übrigens MeeGo, funktioniert ordentlich. Aber was reden wir denn überhaupt über das N9? Nokia will es ja gar nicht in Deutschland veröffentlichen. Schade.

700 & 701: Interessant und klobig

Während wir gut zu Mittag aßen, kamen auf allen Handys eine Pressemitteilung an: Nokia hat 3 neue Handys vorgestellt: Das Nokia 700, das Nokia 701 und das Nokia 600. Man beruhigte uns schnell, dass es nach dem Essen mehr dazu gibt. Und so war es auch: Wir durften gleich mit den Neulingen rumspielen. Besonders das Nokia 700 machte einen sehr guten Eindruck. Es ist klein, leicht, schnell und mit Symbian Belle auch ziemlich schick. Das 701 hingegen ist sehr klobig und liegt weniger schön in der Hand.

Nokia 600: Nichts für Deutschland

Ohne Einschränkungen macht das Leben doch keinen Spaß: Das Nokia 600 wird es in Deutschland nicht geben. Eine richtige Begründung gab es nicht. Schade. Dafür konnte uns aber was anderes begeistern: Die Nokia Play 360°. Die NFC-Bluetooth-Lautsprecher haben einen ordentlichen Klang, lassen sich mit NFC verdammt einfach und elegant koppeln und sehen gut aus.

Fazit: Da geht noch was

Es ist leicht, auf fallenden Unternehmen rumzutreten. Ich gebe auch gerne zu, das selbst zu machen, denn Nokia macht es einem nach wie vor sehr leicht. Manche Entscheidungen wirken irgendwie willkürlich und nur weil es in anderen Märkten besser läuft, erklärt das noch lange nicht Nokias Absturz in Europa. Trotzdem ist die Flamme alles andere als aus. Wir hoffen mal, dass mit dem Windows-Phone-7-Update "Mango" die Tendenz wieder besser wird. Wir behalten das gerne im Auge.

Da bleibt zum Ende nur noch ein herzlicher Dank an Nokias PR-Abteilung und die Vertreter von Stereopoly, BestBoyzNewGadgets, Mobiflip, Mobile Livingroom und Basic Thinking. Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter Tag! (vs)

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