Günstigere Roaming-Gebühren für Gespräche, SMS und Daten ab 1. Juli 2012

11.05.2012 | 11:12 Uhr

Hocherfreut werden alle sein, die auf ihr Smartphone während der Dienstreise oder dem Urlaub im Ausland nicht verzichten können und wollen. Der Grund: die Europäische Union hat diese Woche beschlossen, dem Vorschlag der EU-Kommission nachzugehen und einen neuen Höchstpreis für Roaming-Kosten festzusetzen. Damit wird es ab dem 1. Juli ein noch günstigeres Preislimit für abgehende und entgegengenommene Anrufe (pro Minute), SMS (pro SMS) sowie den Datentransfer (pro Megabyte) im EU-Ausland geben.

Das neue Kostengrenze ist erst der Anfang - bis 2014 sollen jährlich die Kosten für die Datenübertragung innerhalb der EU noch weiter gesenkt werden und auch Netze von anderen Anbietern im Ausland genutzt werden können.

Staffelung der Preise bis 2014

Die Umsetzung der neuen Regeln soll im Jahr 2016 von der EU-Kommission überprüft werden und gilt vorerst bis Juli 2017. Die maximalen Kosten des neuen Euro-Tarifs für Endverbraucher inklusive Mehrwertsteuer im Überblick: Für Anrufe liegt die Obergrenze bei 34,51 Cent/Min. und wird bis 2014 auf 22,61 Cent/Min sinken. Für eingehende Gespräche zahlt der Verbraucher ab Juli 13,09 Cent/Min. und kann sich über 5,85 Cent/Min. ab 2014 freuen. Pro SMS zahlt man ab Juli 13,09 Cent und 7,14 Cent ab 2014. Besonders spannend für die meisten sind wohl die Kosten für den Datentransfer. Die liegen ab 1.7.2012 bei maximal 83,30 Cent pro Megabyte und in zwei Jahren bei nur noch 23,80 Cent. Die Abrechnung erfolgt besonders benutzerfreundlich in KB-Schritten.

Keine "Schockrechnung" und größerer Wettbewerb auf dem Roaming-Markt

Die Warnmeldung, die Nutzer bekommen, wenn sie im Ausland ihre Roaming-Gebühren in die Höhe treiben, bleibt bestehen. Ab 50 Euro (59,50 inkl. MwSt.) bekommen Nutzer eine Warnung, dass sie gerade ihre Rechnung stark strapazieren, dadurch lassen sich Schockrechnungen vermeiden. Ab 50 Euro netto wird der Datentransfer gestoppt, um zu hohe Roaming-Kosten zu verhindern. Man kann das Limit allerdings auch individuell erhöhen. Laut der Pressemitteilung des Europäischen Parlaments sollen diese Warnmeldungen in Zukunft auch die Kunden erreichen, die sich außerhalb der EU aufhalten (sofern der jeweilige genutzte Dienst die technischen Voraussetzungen erfüllt). Ab 2014 können Endverbraucher außerdem nicht das Roaming-Angebot des eigenen Anbieters nutzen, sondern auch von Anbietern aus anderen europäischen Ländern. Hierdurch verspricht sich die EU eine weitere Stärkung des Wettbewerbs. (fl)

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