App-Jobber: Mit dem Smartphone unterwegs Geld verdienen

18.07.2012 | 10:18 Uhr

Eine neue Welle innovativer Apps rollt gerade durch die App-Stores. Sie überspült die Smartphone-Nutzer mit kleine Jobs für Statistik-Unternehmen, die Stadt oder sonstwen, um dafür im Glücksfall etwas Geld zu bekommen. Wie genau das funktioniert und aus welcher Motivation heraus die Nutzer diese Jobs erfüllen, scheint offensichtlich: Es geht, wie immer, um´s Geld. Aber lohnt es sich für 1 bis 3 Euro pro Job quer durch die Stadt zu laufen?

Streetspotr macht´s vor, wer macht´s nach?


Im Fernsehen gab es vor ein paar Wochen einen Beitrag darüber, dass es bald einen neuen Trend bei Smartphone-Apps geben soll, bei dem die Nutzer durch das Erfüllen kleinster Jobs Geld verdienen können. Das hört sich erstmal ganz toll an. Man fotografiert einen Speisekarte im Restaurant, kontrolliert ob die Altglascontainer noch an Ort und stelle stehen oder überprüft die Verfügbarkeit eines Wi-FI-Hotspots. Dafür bekommt der "Jobber" zwischen 1 und 3 Euro. Es gibt allerdings auch aufwändigere Jobs, die man allerdings erst ab einer gewissen Anzahl von sogenannten "StreetPoints" erledigen kann. Die StreetPoints bekommt man, indem man Aufgaben erledigt, die kein oder nur wenig Geld bringen. Ich habe mir also auch die kostenlose App heruntergeladen und wollte es mal ausprobieren. Die erste Mission hieß: Fotografiere deinen Lieblingsladen. Nichts leichter als das. Foto geschossen und Beschreibung hinzugefügt, doch schon beim Upload gab es Probleme. Es funktionierte einfach nicht. Erst als ich ein zweites Foto eingefügte, wurde es hochgeladen. Dafür hat die App gleich ein paar Minuspunkte kassiert. Doch der viel schwerwiegendere Knackpunkt an der App ist: Es finden sich keine bezahlten Jobs mehr. Das Projekt der beiden Streetspotr-Gründer Werner Hoier und Holger Frank läuft seit einem Jahr und es scheint, als sei es schon zu Ende, bevor es richtig angefangen hat. Es könnte jedoch ebenso gut damit zusammenhängen, dass ein großer Bericht über die App soeben im Fernsehen ausgestrahlt wurde und sich seitdem eine Vielzahl neuer Streetspotr um die bezahlten Jobs streiten. Vielleicht liegt es auch daran, dass in meiner Stadt im Moment einfach keine Jobs angeboten. Fazit: Eine nette Idee, die ausbaufähig ist und Geocashing-Charakter hat, da man die Spots teilweise ziemlich suchen muss. Man darf gespannt sein, ob es sich zu einer neuen Ära des Crowdsourcing entwickelt oder genauso schnell wieder im Sande verläuft, wie es aufgetaucht ist.


Appjobber – Verkehrsüberwachung per Smartphone


Auch das Konkurrenzprodukt Appjobber habe ich mir genauer angeschaut und festgestellt, dass es in meinem Gebiet ausschließlich darum geht, Abbiegeregelungen, LKW-Einschränkungen, die Richtung des Verkehrsflusses oder die Straßennahmen zu kontrollieren. Für jeden Job gibt es einen Euro. In meiner Umgebung werden zur Zeit nur fünf Jobs angezeigt. Allerdings gibt es auch Gebiete, in denen die Dichte höher ist und man dann auch ein paar mehr Euros verdienen kann. Im Gegensatz zu Streetspotr können die Jobber hier sofort Geld verdienen und ab der ersten Sekunde Jobs übernehmen. Pünktlich zu den Sommerferien wirbt die Homepage mit 5000 neuen Jobs. Wer also noch einen Ferienjob sucht, sollte sich die App auf´s Smartphone holen und losjobben; das bessert die Urlaubskasse auf und hält fit. Darüber hinaus bieten weitere Apps die Möglichkeit, sich ein kleines Nebeneinkommen zu sichern. So zum Beispiel die App Clipflip, dessen Ergebnisse auf Youtube in dem Kanal „Hilfreich TV“ zu bewundern sind. Die Website von Clipflip wirbt damit, dass man bis zu zehn Euro pro Clip verdienen kann. Der Gedanke dahinter ist, dass die Jobber ein Video drehen, in dem sie etwas präsentieren, erklären, anleiten, wovon sie denken, dass andere davon profitieren können. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie man Kerzenreste schmelzen, die Festplatte defragmentieren, Pfannkuchen backen kann oder Winkelberechnung lernen will, der ist mit diesem Tool wohl gut bedient. (fl)

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