Fernsehen trifft Smartphone: Quizduell geht nach Pannen-Start in die zweite Runde

21.01.2015 | 14:16 Uhr

Man muss die ARD loben: Eine Quiz-Sendung zu produzieren, an der alle Zuschauer über eine Smartphone-App teilnehmen können, ist eine mutige Idee mit viel Fehlerpotential. In diesem Fall sorgte das ganze für eine ordentliche Bauchlandung und die Sendung wurde im letzten Jahr mehr belacht als gefeiert. Doch nun gibt es einen neuen Versuch.

Dank des Second-Screen-Gedankens sitzen Abend für Abend immer mehr Leute interaktiv vor dem Fernseher. Das Handy ist ja sowieso in der Hand, dann kann man es auch gleich mit dem Fernsehen verbinden. Zum Beispiel wird der Tatort unter dem gleichnamigen Hashtag jeden Sonntag fleißig kommentiert. Beim Quizduell in der ARD konnten die Zuschauer gegen die Kandidaten im Studio antreten und sogar gewinnen.

Überlastete Server machten einen Strich durch die Rechnung

Zum Zeitpunkt der ersten Sendung waren in der sowieso sehr beliebten App "Quizduell" circa 1,4 Millionen Menschen aktiv und rund 180.000 Nutzer waren für die Fernsehsendung registriert. Als die Daten im Studio benötigt wurden, stand Jörg Pilawa vor einem Problem: Die Server hatten das Spiel nicht mitgemacht. Es gab also keine Daten. Dank eines Backups und dem Studiopublikum konnte die Sendung trotzdem fortgeführt werden. Laut der ARD wurden die Server neben der sowieso hohen Last durch die vielen Teilnehmer gehackt bzw. gezielt überlastet, sodass sie in die Knie gehen mussten. Auch in den folgenden Sendungen konnte das Problem nicht wirklich beseitigt werden. Neben der hohen Anzahl an Anfragen war das Ausrechnen von Statistiken nach Bundesländern, Geschlecht und Alter ein weiterer Grund, warum die Infrastruktur überlastet war.

Testläufe in der ersten Staffel und ein neuer Versuch

Noch in der ersten Staffel wurden nach und nach Tests durchgeführt, die die Serverstruktur verbessern sollten. Nun kündigte die ARD an, dass am 2. Februar des noch jungen Jahres eine neue Staffel des Quiz-Duells starten soll. Ein sehr selbstironischer Trailer zeigt, dass die ARD das Problem wohl nicht unter den Tisch gekehrt hat und beim zweiten Versuch wohl mehr Erfolg haben wird. Im Trailer wird das Studio chaotisch aufgebaut, Jörg Pilawa hofft, dass die App stand halten wird und wird dafür überraschend mit Konfetti abgeschossen.

Wir hoffen das Beste und freuen uns auf spannende Spieleabende vor dem Fernseher! (vs)

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